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Berlin, den 2. März, 2022

Semjon H. N. Semjon und die Künstler:innen und Freund:innen der Galerie danken Herrn Samuel Czarny, CEO der Nicolas Berggruen Holdings, für den neuen Mietvertrag, der am 31.3.2027 enden wird!

Wir danken hier auf dieser Seite den vielen Persönlichkeiten, die hier öffentlich ihre Gedanken zu der Kündigung mitgeteilt haben!

Wir freuen uns, dass durch die Zusammenarbeit mit der Kanzlei RAUE und dem Engagement so vieler Einzelner, auch durch den Offenen Brief der vier Bundestagsabgeordneten Frau Canzel Kiziltepe, Frau Annika Klose, Herr Kevin Kühnert und Herr Michael Müller (unser Ex-Regierender Bürgermeister) und auch durch den Brief von Herrn Senator Klaus Lederer an die Nicolas Berggruen Holdings sicherlich dazu beigetragen wurde, dass es zu einer Rücknahme der Kündigung kam.

Der Schulterschluss so vieler Persönlichkeiten, aber auch die Begleitung aus der Medienwelt (Monopol, Art Newsletter, Tagesspiegel, Berliner Zeitung, rbb kulturradio, Tip, u.a.)  war in dieser Angelegenheit sehr wichtig. Wir danken allen Beteiligten von Herzen!
Die gemeinsame Presserklärung (Nicolas Berggruen Holdings, Semjon H. N. Semjon, koordiniert und realisiert durch RAUE) kann hier eingesehen werden.

 

Berlin, den 27. Oktober 2021

Sehr geehrter Herr Nicolas Berggruen, sehr geehrter Herr Samuel Czarny von der Berggruen Holdings und von Czarny & Schiff Hausverwaltungen, sehr geehrter Herr Regierender Bürgermeister Müller, sehr geehrte Frau Bürgermeisterin in spe, Frau Giffey, sehr geehrter Senator für Kultur und Europa, Herr Lederer, sehr geehrte Damen und Herren der Politik und der Medien, sehr geehrte Berliner Bürger,

wir, die Unterzeichnenden, bitten Sie, Herr Berggruen und Herr Czarny, die Kündigung der Gewerberäume nach 21 Jahren vom Inhaber Semjon H. N. Semjon, Galerist von Semjon Contemporary und Künstler vom „KioskShop berlin (KSb)“, rückgängig zu machen.
Sie entziehen damit dem Galeristen die wirtschaftlichen Grundlagen, gefährden seine Existenz und schädigen darüberhinaus die über 20 Künstler:innen, mit denen die Galerie enger zusammenarbeitet. Gleichzeitig verantworten Sie damit die Zerstörung der ortsspezifischen begehbaren künstlerischen Installation „KioskShop berlin (KSb)“, die von 2000 bis 2010 tausende Besucher gesehen und erlebt haben (und ab 5. November 2021 wieder sehen werden), und ein künstlerisches Denkmal zur Wirtschaft- und Warenwelt ist, und gleichzeitig nur in der Nachwendezeit möglich war. Semjon war als Künstler ein Pionier in der Schröderstraße, und hat diese mit seinem KioskShop und seiner Galerie ab 2011 wesentlich mitgestaltet, so sehr, dass das Haus von Ihnen, Herr Berggruen, erworben wurde.
KioskShop berlin hat die sich international neu aufstellende Berliner Kunstszene innovativ und qualitativ bereichert. 

Wir bitten Sie, sehr geehrte Politiker:innen und Berliner Bürger:innen, sowie Journalist:innen den Dialog mit der Holding zu suchen, um ein Einlenken in der verfahrenen Angelegenheit zu bewirken.

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Lorenz Winkler-Horacek aus Berlin schrieb am November 20, 2021 um 2:00 p.m.
Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Berggruen, mit großem Entsetzen und Unverständnis habe ich von der Kündigung der Galerie Semjon Contempory in Berlin Mitte durch die Berggruen Holding gehört. Die Galerie Semjon Contemporary hat in den letzten 10 Jahren einen wichtigen Beitrag zur künstlerischen und kulturellen Entwicklung nicht nur von Berlin Mitte geleistet. Durch eine höchst geschickte und weitblickende Auswahl konnte die Galerie Maßstäbe setzen und dabei nicht nur bekannte, sondern auch junge Künstler*innen in Berlin fördern. Hierbei ging von der Galerie eine große Kreativität aus und es wurden neue Formate und neue Räume entwickelt. Als Kurator der Abguss-Sammlung Antiker Plastik der Freien Universität Berlin habe ich intensiv in verschiedenen - selbstverständlich nicht profitorientierten - Projekten mit der Galerie zusammengearbeitet und hierbei deren kulturelle Arbeit schätzen gelernt. Der Name Berggruen ist in Berlin mit Kultur und Kunst verbunden. Umso unverständlicher ist ein Vorgehen gegen die Kunst unter einem reinen kommerziellen Gesichtspunkt. Wir bitten Sie daher nachdrücklich, die Kündigung der der Galerie Semjon Contempory zu überdenken und rückgängig zu machen. Hochachtungsvoll Prof. Dr. Lorenz Winkler-Horacek
Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Berggruen, mit großem Entsetzen und Unverständnis habe ich von der Kündigung der Galerie Semjon Contempory in Berlin Mitte durch die Berggruen Holding gehört. Die Galerie Semjon Contemporary hat in den letzten 10 Jahren einen wichtigen Beitrag zur künstlerischen und kulturellen Entwicklung nicht nur von Berlin Mitte geleistet. Durch eine höchst geschickte und weitblickende Auswahl konnte die Galerie Maßstäbe setzen und dabei nicht nur bekannte, sondern auch junge Künstler*innen in Berlin fördern. Hierbei ging von der Galerie eine große Kreativität aus und es wurden neue Formate und neue Räume entwickelt. Als Kurator der Abguss-Sammlung Antiker Plastik der Freien Universität Berlin habe ich intensiv in verschiedenen - selbstverständlich nicht profitorientierten - Projekten mit der Galerie zusammengearbeitet und hierbei deren kulturelle Arbeit schätzen gelernt. Der Name Berggruen ist in Berlin mit Kultur und Kunst verbunden. Umso unverständlicher ist ein Vorgehen gegen die Kunst unter einem reinen kommerziellen Gesichtspunkt. Wir bitten Sie daher nachdrücklich, die Kündigung der der Galerie Semjon Contempory zu überdenken und rückgängig zu machen. Hochachtungsvoll Prof. Dr. Lorenz Winkler-Horacek... Einklappen
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